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Aus Feuer und Donner wird Eis


Die Mozilla-Anwendungen Firefox und Thunderbird waren bis Dato feste Bestandteile der Debian-Distribution. Doch jetzt steht eine Veränderung ins Haus, Firefox wird jetzt zu Iceweasel, Thunderbird hingegen zu Icedove. Da Debian als Grundlage diverser Distributionen wie zum Beispiel Knoppix, Ubuntu und vielen anderen fungiert, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis diese nachziehen. Doch wie kam es zu dieser fatalen Entscheidung?

Grund ist ein Streit mit Mozilla. Die Leute von Debian haben eine exakte Vorstellung, von dem, was eine Software erfüllen muss, um als Frei genug für die Debian-Distribution zu gelten, nicht umsonst bildet der Debian Social Contract auch die Grundlage der Open-Source-Definition der OSI. Die Tatsache, dass Mozilla ein Markenrecht auf ihre Logos hält, veranlasste die Debian Entwickler, diese zu entfernen, da dieser Umstand nicht mit den garantierten Freiheiten des Debian Social Contract in Einklang zu bringen war.

Da Mozilla nun die Bild-Wort-Marke zerstört sieht, sowie sich an den Änderungen des Browsers seitens der Debian Entwickler stört, ist eine Weiterführung unter dem Namen Firefox bzw. Thunderbird laut Mozilla nicht rechtens, diese sind nämlich der Meinung, wo Firefox drauf steht, muss auch Firefox drin sein. Das Debian Team möchte sich natürlicherweise nicht beim Patchen behindern lassen und schon gar nicht Logos verbreiten, die gegen die Freiheiten des Debian Social Contract verstossen.

Konsequenz ist die Umbenennung von Firefox und Thunderbird. Dies wird sicher mit weitgreifenden Änderungen verbunden sein, denn schließlich dient Debian als Grundlage vieler Distributionen und hat eine Menge Einfluss.

via Nussbaum, Kempf, Ubuntu Blog & Trigger


Published on November 3, 2007 and Filed under: Netzwelt



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