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Der Aufstieg und Fall eines Startups


Gerade bin ich – mal wieder – über den Fall Townster gestolpert. Townster ist ein technisch gelungener Versuch eine lokale Suchmaschine mit Funktionen der sozialen Vernetzung zu verbinden. Man kann also seine liebsten Orte einstellen und diese bewerten lassen, oder natürlich im Umkehrschluss neue Plätze suchen, welche dann mit einem komplizierten “Matching”-Verfahren ausgegeben werden. Durch dieses “Matching” entsteht ein stark optimiertes Ergebnis.

Das Ganze sah schon richtig fesch aus und das Konzept schien aufzugehen. Die Reaktionen in der Netzwelt waren durchweg positiv und Townster bekam gute Bewertungen. Um genau zu sein: die Jungs hinter Townster. Besonders angetan war ich von dem kleinen Rundgang durch das ursprüngliche Büro der Jungs. Leider steht dies nun schon wieder leer, denn im November des letzten Jahres gab es einen herben Rückschlag. Einer der drei Gesellschafter verweigerte die Unterschrift in der damals aktuellen und wichtigen Finanzierungsrunde. Der Gesellschafter wurde daraufhin von seinen Pflichten entbunden. Es verblieb jedoch ein tiefes Loch.

Aktuell wägen die verbleibenden Gesellschafter die weiteren Schritte ab. Es steht unter anderem der Verkauf zur Debatte. Die Mitarbeiter wurden in befreundeten Startups untergebracht – ein sehr sozialer Schritt wie ich finde. Auch die beiden Gesellschafter haben Angebote erhalten, bevorzugen es allerdings weiterhin sich als Gründer zu verstehen und sind wahrscheinlich schon an der nächsten Idee dran. Ich wünsche den Beiden viel Glück und bin gespannt was auf sie zukommt. Dieser tragische Fall sollte als lehrreiches Beispiel verstanden werden und wird sich hoffentlich nicht so bald wiederholen.

via InvestorenKapital, deutscheStartups, Dynamicdrive & BasicThinking


Published on January 20, 2008 and Filed under: Netzwelt



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