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Piraten im Stadtrat


An diesem Sonntag fanden in Sachsen und Thüringen Landtagswahlen, sowie in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. So kurz vor der Bundestagswahl, die am 27. September 2009 statt findet, werden Ergebnisse dieser kleineren Wahlen gerne mal als Barometer und Trend interpretiert. Grund genug einmal einen Blick auf das Abschneiden der Piraten zu riskieren und eines kann man schon mal sagen, für eine zum Jahresanfang noch unbekannte Partei gab es ein gutes Ergebnis. Oder ist das vielleicht auch nur eine Ausrede warum es nicht noch besser kam?

Zwei große Erfolge konnte die Piratenpartei mit dem Einzug in den Stadtrat in Münster und Aachen erzielen. In Aachen erreichte die Partei 1,77%, in Münster waren es 1,55% der gesamten Wählerstimmen. Interessant sicherlich, dass die Piraten nicht in allen Wahlbezirken angetreten sind. In Aachen zum Beispiel waren es nur 8 von 32 Wahlbezirken. Dafür ist das Ergebnis der einzelnen Wahlbezirke beachtlich, denn in jedem Bezirk gab es mehr als 6% für die Piratenpartei. Auch in Münster haben die Piraten nur in 18 von 33 Bezirken kandidiert.

Interessant ist auch ob und was sich nun tut. Welchen Einfluss können die Piraten nehmen? Thomas Gerger der in Aachen in den Stadtrat einzog ließ bereits verlauten, dass er sich für Transparenz in der Verwaltung, ein offenes WLAN in Aachen und die Abschaffung von Überwachungsapparaten in öffentlichen Gegenden einsetzen möchte. Inwiefern dies auch umgesetzt werden kann bleibt abzuwarten.

Ob es bei der Bundestagswahl mit der 5% Hürde klappt ist unsicher. In Sachsen konnten die Piraten so zwar das Ergebnis der Europawahl übertreffen, dies fiel mit 1,9% der Stimmen allerdings nicht allzu optimistisch aus. Eventuell sieht es in anderen Bundesländern ganz anders aus? Wie ist euer Tipp zum Ausgang der Wahl?

via Piratenpartei.de


August 31, 2009 ~ 2 Comments.


Das betahaus – coworking in Berlin


betahaus

Ein neuer Trend hat Deutschland erreicht. Diesmal ist es kein Gadget oder eine Art sich zu kleiden. Vielmehr geht es um eine der wichtigsten Sachen im Leben – das Arbeiten. Arbeitszeit ist Lebenszeit. Um so wichtiger ist es, dass man sich bei der Arbeit und am Arbeitsplatz wohl fühlt. Man achtet auf Arbeitsumfeld und Kollegen. Doch wie verhält es sich mit den Freiberuflern?

Viele Architekten, Ingenieure, Journalisten, Künstler, Designer, Programmierer und viele mehr sind dazu verdonnert alleine Zuhause zu sitzen und ihrer Arbeit nachzugehen. Sich stattdessen in ein Café zu setzen und dort zu arbeiten kann einer Isolation entgegen wirken, jedoch ist meist weder Infrastruktur gegeben, noch profitiert man von anderen Gästen. Das Zauberwort heißt nun Coworking.

Man verbindet die positiven Aspekte der freien Arbeit mit denen der Arbeit im Büro. Es wird weiterhin eigenständig gearbeitet, jedoch wird man nicht länger Opfer von Isolation. Synergien sind möglich. Man kann von anderen Coworkern profitieren, oder einfach nur ein netten Plausch halten. Die Infrastruktur ermöglicht Arbeit auf hohem Niveau. Eine Trennung von Arbeit und Freizeit ist nun machbar, wenn auch sicherlich nicht immer komplett angestrebt.

Das dieses Prinzip funktioniert und ankommt hat das erste betahaus in Berlin hervorragend bewiesen. Aus einem ehemaligen GSG Hof am Moritzplatz im Viertel Berlin Kreuzberg, wurde so eine florierende Coworking-Location. Im Januar 2009 startete das “betalab”, ein Testlauf der schnell erfolgreich abgeschlossen wurde. Seit dem 1. April arbeiten im betahaus nun bereits rund 60 Freiberufler zu ansprechenden Konditionen. Warum sollte man ins betahaus gehen?

Das betahaus richtet sich an Menschen, die einen flexiblen Arbeitsplatz in einer kollaborativen Arbeitsatmosphäre benötigen. Viele der betahaus user arbeiten selbständig, haben aber die Nase voll davon, alleine zu Hause zu sitzen und in der Isolation an ihren Projekten zu arbeiten. Andere sind auf der Suche nach Synergien, um größere Projekte stemmen zu können. Wieder Andere haben gerade ein Start-up gegründet und brauchen eine flexible Möglichkeit zu wachsen. (via betahaus.de)

Es wird bereits über weitere “betahäuser” nachgedacht und die Chancen stehen gut. Ich würde mich sofort Einmieten und ihr? Wird sich dieser Trend durchsetzen oder einfach verblassen wie so viele andere?


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