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Untergrabung des “Social Webs”?


Mit SubvertandProfit.com geht ein neuer Dienst online der es in sich hat. Die Seite wirkt als Vermittler zwischen Kunden die “Diggs” und “Thumbs” haben möchten und jenen die diese erstellen, bzw “Diggen”. Dies könnte das Social Web wie wir es kennen, komplett aus der Bahn werfen. Dieses “soziale” System basiert darauf, dass Nutzer ehrlich Seiten oder Artikel favorisieren und diese damit anderen Benutzern zur Verfügung stellen, bzw. empfehlen.

Doch durch diesen neuen Dienst wird dieses ehrliche System untergraben. Man kann für Geld die ehrlichen Stimmen überbieten und somit wohl möglich eine menge Traffic erzeugen. Denn ein Artikel mit vielen Diggs, wird garantiert nicht über Traffic klagen können. So wie das System aktuell funktioniert, ist es auch komplett unersichtlich welche Nutzer dieses System unterstützen und somit schwer bis unmöglich für die Betreiber der Social News Webseiten diese zu sperren oder generell diesen “Betrug” zu unterbinden.

SubvertandProfit.com verlangt pro Digg, also pro Favorisierung, 2$. Ein Dollar erhält der Nutzer und einen behält der Betreiber. Ab 10 Dollar kann der Nutzer sein Guthaben per Paypal auszahlen lassen. Wer für eine Kampagne in Frage kommt scheint zufällig ausgewählt zu werden. Alles in allem eine intelligente Geschäftsidee, jedoch könnte diese großen Schaden für das “Social Web” bedeuten. Man darf gespannt sein wie sich das weiter entwickelt.


January 29, 2008 ~ No Comments.


Eine Welt in einer Seite


Die Agentur Red Interactive Agency hat sich für die eigene Webpräsenz einen ganz besonderen Clou ausgedacht – der wie ich zugeben muss, auch mich gestern Abend von den Socken gehauen hat. Die Seite stellt eine eigene, kleine, interaktive Welt dar. Jeder Seitenbesucher erhält seinen eigenen Avatar, eine Spielfigur die sich personalisieren lässt. Mit dieser Spielfigur kann der Nutzer nun auf der Seite herum schreiten, aber das wäre ja “nur” ein Einzelspieler Modus. Der Clou ist, die Benutzer sehen sich untereinander und können auch miteinander agieren und kommunizieren.

Das Prinzip der Seite ist in Flash umgesetzt und auch grafisch auf anspruchsvollem und ansehnlichem Niveau, besonders der Flug zu den Wolken hat es mir sehr angetan. Die Seite wirkt richtig lebendig und es macht Spaß mit den anderen Nutzern zu chatten oder die Seite zu erkunden. Ich frage mich warum es noch keine Chat Community in diesem Stil gibt, eine Marktlücke? Ist das die Zukunft komplexer Online Rollenspiele die eigenständig im Browser ablaufen? In jedem Fall ist der Agentur das Wichtigste gelungen: Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Website wurde sogar zur “Seite des Monats” bei den Favourite Website Awards gekürt, wobei sogar vielleicht unangebracht ist, denn die Seite hat das wirklich verdient.


January 24, 2008 ~ No Comments.


Der Aufstieg und Fall eines Startups


Gerade bin ich – mal wieder – über den Fall Townster gestolpert. Townster ist ein technisch gelungener Versuch eine lokale Suchmaschine mit Funktionen der sozialen Vernetzung zu verbinden. Man kann also seine liebsten Orte einstellen und diese bewerten lassen, oder natürlich im Umkehrschluss neue Plätze suchen, welche dann mit einem komplizierten “Matching”-Verfahren ausgegeben werden. Durch dieses “Matching” entsteht ein stark optimiertes Ergebnis.

Das Ganze sah schon richtig fesch aus und das Konzept schien aufzugehen. Die Reaktionen in der Netzwelt waren durchweg positiv und Townster bekam gute Bewertungen. Um genau zu sein: die Jungs hinter Townster. Besonders angetan war ich von dem kleinen Rundgang durch das ursprüngliche Büro der Jungs. Leider steht dies nun schon wieder leer, denn im November des letzten Jahres gab es einen herben Rückschlag. Einer der drei Gesellschafter verweigerte die Unterschrift in der damals aktuellen und wichtigen Finanzierungsrunde. Der Gesellschafter wurde daraufhin von seinen Pflichten entbunden. Es verblieb jedoch ein tiefes Loch.

Aktuell wägen die verbleibenden Gesellschafter die weiteren Schritte ab. Es steht unter anderem der Verkauf zur Debatte. Die Mitarbeiter wurden in befreundeten Startups untergebracht – ein sehr sozialer Schritt wie ich finde. Auch die beiden Gesellschafter haben Angebote erhalten, bevorzugen es allerdings weiterhin sich als Gründer zu verstehen und sind wahrscheinlich schon an der nächsten Idee dran. Ich wünsche den Beiden viel Glück und bin gespannt was auf sie zukommt. Dieser tragische Fall sollte als lehrreiches Beispiel verstanden werden und wird sich hoffentlich nicht so bald wiederholen.

via InvestorenKapital, deutscheStartups, Dynamicdrive & BasicThinking


January 20, 2008 ~ No Comments.


Aus Feuer und Donner wird Eis


Die Mozilla-Anwendungen Firefox und Thunderbird waren bis Dato feste Bestandteile der Debian-Distribution. Doch jetzt steht eine Veränderung ins Haus, Firefox wird jetzt zu Iceweasel, Thunderbird hingegen zu Icedove. Da Debian als Grundlage diverser Distributionen wie zum Beispiel Knoppix, Ubuntu und vielen anderen fungiert, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis diese nachziehen. Doch wie kam es zu dieser fatalen Entscheidung?

Grund ist ein Streit mit Mozilla. Die Leute von Debian haben eine exakte Vorstellung, von dem, was eine Software erfüllen muss, um als Frei genug für die Debian-Distribution zu gelten, nicht umsonst bildet der Debian Social Contract auch die Grundlage der Open-Source-Definition der OSI. Die Tatsache, dass Mozilla ein Markenrecht auf ihre Logos hält, veranlasste die Debian Entwickler, diese zu entfernen, da dieser Umstand nicht mit den garantierten Freiheiten des Debian Social Contract in Einklang zu bringen war.

Da Mozilla nun die Bild-Wort-Marke zerstört sieht, sowie sich an den Änderungen des Browsers seitens der Debian Entwickler stört, ist eine Weiterführung unter dem Namen Firefox bzw. Thunderbird laut Mozilla nicht rechtens, diese sind nämlich der Meinung, wo Firefox drauf steht, muss auch Firefox drin sein. Das Debian Team möchte sich natürlicherweise nicht beim Patchen behindern lassen und schon gar nicht Logos verbreiten, die gegen die Freiheiten des Debian Social Contract verstossen.

Konsequenz ist die Umbenennung von Firefox und Thunderbird. Dies wird sicher mit weitgreifenden Änderungen verbunden sein, denn schließlich dient Debian als Grundlage vieler Distributionen und hat eine Menge Einfluss.

via Nussbaum, Kempf, Ubuntu Blog & Trigger


November 3, 2007 ~ No Comments.


Social Networking?


Social Networking als Teil der großen Web 2.0 Welle schön und gut, aber muss das sein? Mit dem Photoportal FlickR, dem Videoportal Youtube, dem Freundesnetzwerk Myspace und dem Webradio Last.fm lief der Motor der sich Web 2.0 nennt langsam an. Alle zeichneten sich durch etwas aus, etwas das heute mit dem Begriff “Social Networking” betituliert wird – ein würdiger Kandidat für das Unwort des Jahres 2007.

Bis hier hin ist alles Prima. Portale wie Last.fm, Youtube oder FlickR bereichern ohne Frage das Web. Doch was ist das, das, das, das oder das? Das waren nur einige YouTube Clones, ich möchte mir an dieser Stelle nicht die Mühe machen auch noch die restlichen Clones aufzulisten. Konkurrenz belebt das Geschäft, doch das ist vermutlich mal nicht das Prinzip, welches hier zu Grunde liegt.


April 11, 2007 ~ No Comments.


Mentos jubelt, Coke hat Angst ums “Image”


Den Meisten werden Coke und Mentos wohl ein Begriff sein. Jetzt fragt sich der aufmerksame Leser sicherlich, was er vom Titel halten soll und wie Mentos und Coke zusammenpassen. Das ist ganz einfach, da war wohl ein paar Jungens langweilig, dachten sie sich: “Wieso stecken wir nicht mal ne Stange Mentos in ne Flasche Coke”. Was raus kam war eine wahre Bombe, denn mal abgesehen von der Tatsache, dass die Coke Flaschen abgehen wie Schmitz Katze, hat sich das Ganze zu einem riesigen Marketing Coup entwickelt.

YouTube wird überschwemmt von Menots/Coke Videos. Mentos hat die Macht von “Citizen Generated Media” erkannt und heizen diese gleich weiter an, indem sie den ersten Mentos Geyser Video Contest ins Leben gerufen haben. Coke ist eher negativ überrascht, da die “Verrücktheit mit Mentos … nicht zur Markenpersönlichkeit [von Coke light] passt.”

Trnd hat das Ganze mal etwas genauer unter die Lupe genommen und natürlich auch etwas experimentiert. :)


August 10, 2006 ~ No Comments.


Schuldenfalle Ebay?


In jüngster Zeit häufen sich die Vorfälle des Internet-Betrugs bei Ebay. Vorweg erstmal ein interessanter Auszug, der das Problem des Opfers beschreibt.

Habe in den USA über Ebay 100 ORIGINALE Lacoste Poloshirts gekauft. Bezahlt wurde per Vorkasse. Ich habe lange auf die Ware gewartet, und nach einem Monat wurde ich von Zollamt angerufen. Sie teilten mir mit, dass ich ein Paket aus China bekommen hätte und dass es dabei um Anzüge handelt. Da ich keine Anzüge bestellt habe, sondern Poloshirts habe ich sie gebeten das Paket aufzumachen. Da haben sie gefälschte Lacoste Poloshirts entdeckt und diese beschlagnahmt. Paar Wochen später bekomme ich einen Brief vom Rechtsanwalt der Firma Lacoste, in disem steht, dass ich 1500 Euro Strafe an Lacoste bezahlen muss, da ich es versucht habe gefälschte Lacoste Ware zu kaufen! Ich habe Beweise dafür, dass es sich beim Kauf um Originale Lacoste Shirts handelte.

Resume: Ich kaufe Originalware, bezahle für diese, bekomme gefälschte Ware, diese wird vernichtet, und ich als Opfer muss noch die Straffe an Lacoste bezahlen! Mein Anwalt sagt, dass ich die Straffe bezahlen oder zumindest teiweise bezahlen sollte. Sollte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen, stehen die Chancen 50/50, sagte er!

Jetzt werden sich einige Leser fragen “wayne?!” oder “Käse zum Wein?!” o.Ä. aber das Problem ist größer als man vermuten mag… so könne man ja denken, dass das Opfer keine Schuld trägt sofern er anhand der Auktionsseite beweisen kann, dass es sich, vom Verkäufer aus, um Originalware handelt. Doch jetzt kommt der Hammer! Dem ist nicht so, denn laut Gericht muss der Käufer sich über die Ware informieren, und ist dafür verantwortlich wenn er illegale Ware kauft. Da man aber bei Ebay nur anhand der Bilder erkennen kann was denn das für Ware ist, ist ebay wohl ein starker “Risikohandelsplatz”. Am bedauernsten finde ich dabei immer noch die Tatsache, dass der Käufer zahlen muss, der Gauner (Verkäufer) ungeschoren davon kommt… Eigentlich eine Frechheit!

Notiz: Backup des alten Blogs


October 31, 2005 ~ No Comments.